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„Willkommen im Antifa-Szenebiotop!“ – Stellungnahme des AKNO zum Aufruf von Antifagruppen in Berlin-Friedrichshain zur Demo am 18. Juli

Stellungnahme des AKNO zum Aufruf von Antifagruppen in Berlin-Friedrichshain zur Demo am 18. Juli

Liebe Antifagruppen!

Wenn ihr meint, dass die Demo am 18. Juli stärker wird, wenn man Teile des Protests gegen die Faschos diffamiert, dann zeugt das nicht gerade von politischem Weitblick, sondern von einem krampfhaften Festsitzen im klassischen Antifa-Szenebiotop. Der Ansatz der Berliner Sektionen der HI war immer darauf ausgerichtet, auch Leute zu erreichen, die vielleicht weniger Gefallen an den üblichen Antifademos haben. Deswegen haben sich unterschiedliche Sektionen immer wieder in die Proteste gegen Nazis in Friedrichshain eingebracht. Und das nicht erst seit gestern. Ihr mögt das „Party-Faktor“ nennen, wir nennen es Mobilisierung und Erweiterung des antifaschistischen Protests.

Bei allen Unterschieden in der praktischen Herangehensweise hat sich die Hedonistische Internationale niemals zur Antifa abgegrenzt, sondern die Vielfalt der Aktionsformen als Stärke begriffen. Wir können ja gut verstehen, dass ihr nach dem brutalen Angriff vom 12. Juli lieber in Schwarz mit Hasskappe als Bunt mit Glitzer auftreten wollt. Auch wir sind verdammt wütend und wissen, dass bunte Demos mit Musik noch keinen Nazi aus dem Kiez getrieben haben und immer nur einen Teil des Protests darstellen können.

Was diese bunten Demos aber gebracht haben, ist eine Sensibilisierung der Menschen. Wir verstehen die Demos mit Soundsystemen, Konfetti & Co. als aktiven Part in einem gemeinsamen Kampf gegen Faschisten. Wir müssen uns ja nicht lieb haben – aber zum Nazis aus dem Kiez treiben sollte die Solidarität schon ausreichen. Oder?

gez.

AKNO – Aktionskomitee Nudistische Offensive
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Kommt zur Demo am 18. Juli, 18 Uhr, Bersarinplatz, Berlin-Friedrichshain.

Nach Polizeigewalt in Tempelhof wird der Einsatz eines Nudistischen Anti-Konflikt-Teams erwogen

Nach den brutalen Polizeiübergriffen bei der versuchten Massenbesetzung in Tempelhof (Bericht 1, Bericht 2, Bericht 3) erwägt das Aktionskomitee Nudistische Offensive bei den nächsten größeren Demos den Einsatz eines „Nudistischen Anti-Konflikt-Teams“ kurz NAKT. Das Konzept für eine solche Demobeteiligung habe man schon lange in den Schubladen, die Erprobung stehe aber noch aus, sagte die Sprecherin des AKNO, Fragolina Zambrotta.

Mit nackter Hand und ausgestreckter Neonweste werde das Team immer dort vor Ort sein, wo es brenzlig wird. „Polizeiliche Gewaltrituale scheinen sich in jüngster Zeit wieder verstärkt in den Köpfen der Beamten festzufressen – hier ist konsequentes Handeln angesagt“ so die Sprecherin des AKNO weiter. Eine endgültige Entscheidung über den Einsatz stehe aber noch aus.

Mitmachen: Tempelhof besetzen!

Ein Aktionsbündnis ruft für den 20. Juni zur Massenbesetzung des Ex-Flughafens Tempelhof auf. „Das AKNO unterstützt das Anliegen und wird die Besetzung mit verwirrenden Aktionen begleiten“ so Arachna Giovanotti vom Aktionskomitee. Für weitergehende Informationen empfiehlt das AKNO die Webseite tempelhof.blogsport.de.

Wir sehen uns auf dem Rollfeld – nackig oder angezogen!

Kiezparade: Mitmachen beim grossen Wikingerblock


Mitmachen: Kein Kiez für Nazis – Kiezparade III

‚Friedrichshain ist Nr.1 bei rechter Gewalt’ – Diese Nachricht erschreckte im März 2006 alle, die es noch nicht wussten. Empört und aufgebracht veranstaltete ein breites Bündnis aus Normalos und Freigeistern eine dicke Parade gegen den rechten Einfluss in ihrem Kiez. Mehr als 3000 Leute nahmen im März 2006 teil – noch einmal soviele waren es bei der zweiten Parade im September des gleichen Jahres.

Aber die braune Scheiße scheint kein Ende zu nehmen.

Heute, 3 Jahre später, scheint es, als ob sich nicht viel geändert hat. Die Tendenz der rechten Gewalttaten in Berlin ist nach wie vor steigend, Friedrichshain bildet die traurige Spitze!

Die Eröffnung eines weiteren Naziladens direkt am Bersarinplatz ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn solche Läden aufmachen, heißt das, dass es Kundschaft gibt, dass die örtlichen Behörden nix dagegen haben, dass diejenigen, die sich wehren wollen, sich schon lange nicht mehr trauen.

Das können und wollen wir nicht länger hinnehmen! Wir wollen allen, die sich gegen die Faschisten engagieren Mut machen und Ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir wollen uns gegenseitig ermutigen, diesen rechten Schlägern keinen Raum in unsere Mitte zu überlassen. Denn wir sind viele, wir sind bunt und wir werden es nicht zulassen, dass Faschisten unser tolerantes Miteinander mit ihrer gewalttätigen, menschenverachtenden Ideologie zerstören.

Dafür lohnt es sich auf die Straße zu gehen und sein Gesicht zu zeigen!

Deshalb:
Alle Beats und Bands, die Freaks und die Normalos, die Durchen und die Frischen, die Jungen und die Alten…Geht auf die Strasse und zeigt den Faschos, dass wir bunt, laut und verdammt viele sind!

Verkleidet euch, macht nen Wagen, Musik, Strassentheater, Tanzgruppen, Lesungen, Flötenkonzerte, irgendwas!

Achtet aufeinander, seid stark, haltet zusammen, los gehts! Seid kreativ, werdet aktiv, tut was!

Rechte Läden räumen- statt linke Häuser!
Freiheit statt Normierung – Kein Kiez für Nazis!